Marktüberblick

DAX: Leichte Verluste nach Notenbankentscheid, Hexensabbat dürfte bremsen

Am deutschen Aktienmarkt überwogen zur Wochenmitte klar die grünen Vorzeichen. Der DAX schloss 0,16 Prozent höher bei 12.971 Punkten. MDAX und TecDAX rückten um 0,44 beziehungsweise 0,47 Prozent vor. Im HDAX der 110 größten Werte gab es 75 Gewinner (69%) und 34 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 72 Prozent. Im DAX wechselten 75,1 Millionen Aktien (Vortag: 67,3) im Wert von 2,69 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,26) den Besitzer. Stark gesucht waren einmal mehr die Versorger mit der Hoffnung auf steigende Strompreise. Der entsprechende DAX-Sektorenindex stieg um 2,53 Prozent. Ebenfalls freundlich präsentierten sich Technologiewerte (+0,81%) und Immobilienwerte (+0,76%). Lediglich Chemiewerte (-0,26%), Softwaretitel (-0,09%) und Telekommunikationswerte (-0,08%) verzeichneten moderate Abgaben. An der DAX-Spitze sprang die RWE-Aktie um 3,43 Prozent nach oben und überwand dabei ein wichtiges Widerstandscluster. E.ON und ThyssenKrupp verbesserten sich um 2,86 und 2,00 Prozent. BASF verlor am Indexende 0,84 Prozent. Der Konzern hat Berichten zufolge rund einen Monat lang belastete Kunststoffvorprodukte für Möbel und Matratzen ausgeliefert. Adidas und Linde gehörten mit Abschlägen von 0,51 und 0,39 Prozent ebenfalls zu den schwächsten DAX-Werten. Im MDAX haussierte GEA Group mit der Meldung des Einstiegs eines weiteren aktivistischen Investors um 5,82 Prozent. Im TecDAX gewann die Medigene-Aktie nachrichtenlos 6,75 Prozent hinzu.

 

An der Wall Street setzte die Veröffentlichung des Protokolls der letzten FOMC-Sitzung keine Akzente. Der Dow Jones Industrial endete 0,18 Prozent fester bei 22.873 Punkten. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,29 Prozent nach oben auf 6.081 Zähler. Beide Indizes verbuchten damit einen neuen Rekordstand. 56 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 52 Prozent. 182 neuen 52-Wochen-Hochs standen 20 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Immobilien und Versorger. Abgaben verzeichneten lediglich Banken und Industrietitel.

 

Am Devisenmarkt setzte der US-Dollar nach der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls seine Abwärtskorrektur fort und wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. Der Dollar-Index fiel den vierten Tag in Folge um diesmal 0,31 Prozent auf ein Monatstief bei 92,94 Punkten. Der Euro profitierte von der ausbleibenden Verschärfung des Katalonien-Konflikts und legte gegenüber allen anderen Majors zu. EUR/USD stieg den vierten Tag in Folge um 0,47 Prozent auf ein Monatshoch bei 1,1863 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen neigten der Kanada-Dollar zur Stärke und der Yen zur Schwäche.

 

Der S&P GSCI Rohstoffindex rückte um 0,23 Prozent auf 399,42 Punkte vor. Brent-Öl legte um 0,44 Prozent auf 56,86 USD zu. Comex-Kupfer stieg um 1,23 Prozent auf 3,10 USD. Gold notierte 0,09 Prozent fester bei 1.295 USD (1.089 EUR). Silber und Platin kletterten um 0,25 um 0,02 Prozent. Palladium haussierte um 2,88 Prozent auf 960,50 USD.

 

Am Rentenmarkt blieb der Handel weitgehend impulslos. Die Umlaufrendite stieg um zwei Basispunkte auf 0,26 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um einen Basispunkt auf 0,46 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future schloss 0,07 Prozent tiefer bei 161,17 Punkten. Spanische Anleihen reagierten mit deutlichen Kursaufschlägen auf die ausbleibende Verschärfung des Katalonien-Konflikts. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 2,35 Prozent.

 

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,39 Prozent auf ein Dekadenhoch bei 165,69 Punkten. Zu den regionalen Spitzenreitern zählten der koreanische Kospi sowie der japanische Nikkei 225. Der Shanghai Composite orientierte sich gegen den Trend moderat südwärts.

 

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone sowie auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Unternehmensseitig gibt es die Halbjahreszahlen von Südzucker sowie die Verkehrszahlen von Fraport. In den USA läuten die Banken JP Morgan Chase und Citigroup die Berichtssaison zum dritten Quartal ein.

Produktideen

RWE

BEST Turbo

BEST Turbo

Typ

Bull

Bear

WKN

CV3EJ9

CV3ELV

Laufzeit

open end

open end

Basispreis

16,94 EUR

25,25 EUR

Barriere

16,94 EUR

25,25 EUR

Hebel

5,5

4,2

Preis*

0,37 EUR

0,49 EUR

*Indikativ

Indexstände

Indizes

Letzter
Schlusskurs

Veränderung
absolut

Zum Vortag
prozentual

Aktienmärkte weltweit

DAX30

12.970,68

+21,43

+0,16%

MDAX

25.934,94

+115,77

+0,44%

TecDAX

2.509,89

+11,94

+0,47%

EURO STOXX 50

3.607,39

+8,60

+0,23%

Dow Jones

22.872,89

+42,21

+0,18%

Nasdaq 100

6.081,25

+17,72

+0,29%

S&P 500

2.555,24

+4,60

+0,18%

Nikkei 225

20.970,47

+89,20

+0,43%

Währungen

EUR/USD

1,1863

+0,0056

+0,47%

EUR/JPY

133,32

+0,56

+0,42%

EUR/GBP

0,8970

+0,0028

+0,31%

EUR/CHF

1,1538

+0,0025

+0,22%

USD/JPY

112,38

-0,06

-0,06%

GBP/USD

1,3225

+0,0023

+0,18%

AUD/USD

0,7795

+0,0019

+0,24%

Rohstoffe

Öl (Brent)

56,86 USD

+0,25

+0,44%

Öl (WTI)

51,31 USD

+0,39

+0,77%

Gold (Comex)

1.294,90 USD

+1,10

+0,09%

Silber (Comex)

17,25 USD

+0,04

+0,25%

Kupfer (Comex)

3,0980 USD

+0,0375

+1,23%

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161,17 EUR

-0,12

-0,07%

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US: JP Morgan Chase, Ergebnis 3Q

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US: Citigroup, Ergebnis 3Q

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US: Erzeugerpreise Sept.

+0,4% gg Vm

14:30

US: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

252.000

17:00

US: Rohöllagerbestände (Woche)