Marktidee: S&P 500 - Korrektur ante portas?

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung

Der S&P 500 Index bewegt sich seit dem Tief aus dem Jahr 2009 bei 667 Punkten in einem intakten langfristigen Aufwärtstrend. Am 26. Januar erreichte der marktbreite US-Index ein Allzeithoch bei 2.873 Punkten. Dort musste er der historisch überkauften Situation in den markttechnischen Indikatoren sowie der extremen Anleger-Euphorie Tribut zollen und vollzog einen dynamischen Abverkauf, der ihn innerhalb von nur zehn Handelstagen um 12 Prozent einbrechen ließ. Mit dem bisherigen Korrekturtief bei 2.533 Punkten testete die Notierung die steigende 200-Tage-Linie (blau) erfolgreich und ging in den Erholungsmodus über. Im Rahmen der dreiwelligen Rally kletterte sie bis zum März auf 2.802 Punkte. Seither zeigte der Index eine seitwärts gerichtete Tendenz unterhalb dieses Erholungshochs. Auf der Unterseite fungierte die 200-Tage-Linie weitere zwei Mal als relevante Unterstützung. Ein bullishes Ausbruchssignal generierte der Index am 10. Mai mit dem Ausbruch über die fallende Widerstandslinie vom Rekordhoch. Nach einem Pullback an diese zur Unterstützung gewandelten Linie arbeitete sich der Kurs weiter nordwärts. Das letzte bullishe Anschlusssignal entstand mit dem Anstieg über die Widerstandszone bei 2.800-2.813 Punkten, die sich unter anderem aus dem März-Hoch und dem Gap vom 2. Februar ergab. Zuletzt erreichte der Index die nächste bedeutende Ziel- und Widerstandszone, welche sich von 2.852 Punkten bis zum Rekordhoch bei 2.873 Punkten erstreckt und aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Widerstandsthemen ergibt. Die dort in den vergangenen drei Handelstagen geformten Tageskerzen bestätigten mit ausgeprägten Dochten die Relevanz der genannten Hürde. Es ergibt sich aktuell eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen mindestens kurzfristigen Rücksetzer. Neben dem genannten Widerstandscluster sprechen hierfür eine negative Divergenz in den Momentumstudien, die negative Saisonalität sowie die negativ zu interpretierende Situation in den Marktbreiteindikatoren. So befinden sich beispielsweise trotz des weniger als ein Prozent entfernten Allzeithochs und der Lage des Index rund fünf Prozent oberhalb der 200-Tage-Linie lediglich 65 Prozent der im Index enthaltenen Einzelwerte oberhalb ihrer jeweiligen 200-Tage-Linien. Ferner notiert der McClellan-Oszillator im negativen Terrain. Eine erste preisliche Bestätigung für das Einsetzen einer Schwächephase wäre in einem Tagesschluss unterhalb der bei 2.853,3 Punkten befindlichen Unterkante der Kurslücke vom Dienstag zu sehen, da dann das Vorliegen einer sogenannten Erschöpfungslücke zu unterstellen wäre. Der Dow Jones Industrial Index sowie der NYSE Composite Index haben ihre entsprechenden Lücken im gestrigen Handel bereits per Tagesschluss unterschritten, während der S&P 500 mit 0,3 Punkten hauchdünn darüber blieb. Potenzielle Ziele für einen Rücksetzer stellen die Regionen 2.824 Punkte und 2.782-2.796 Punkte dar. Darunter wäre eine kräftigere Korrektur in Richtung 2.707-2.743 Punkte oder 2.692 Punkte zu erwarten. Die Verletzung der letztgenannten Marke würde schließlich auch das mittel- bis längerfristige Chartbild eintrüben. Mit Blick auf die Oberseite bedarf es eines nachhaltigen Anstiegs über 2.873 Punkte – insbesondere per Wochenschluss –, um ein Signal für die unmittelbare Fortsetzung des Langfristtrends zu erhalten. Potenzielle Ausdehnungsziele lauten dann 2.915/2.922 Punkte, 2.965-3.003 Punkte und 3.055/3.083 Punkte.

Produktideen

Faktor-Zertifikat

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Typ

Long

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CE8SK1

CE8SK7

Laufzeit

open end

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Faktor

10

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Preis*

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