Marktüberblick

Ist es Zeit (oder zu spät) short zu gehen?

Am deutschen Aktienmarkt überwogen am Donnerstag nach einem richtungslosen Handel die positiven Vorzeichen. Der DAX endete nach mehrfachem Vorzeichenwechsel mit einem Plus von 0,33 Prozent bei 12.676 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,71 und 0,70 Prozent. In den drei Indizes gab es 71 Gewinner (66%) und 37 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 53 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 73,9 Millionen Aktien (Vortag: 92,1) im Wert von 3,29 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,62). Stärkste Sektoren waren Konsum (+4,03%), Einzelhandel (+2,43%) und Industrie (+0,45%). Am deutlichsten verloren Rohstoffwerte (-2,47%), Bauwerte (-0,92%) und Technologietitel (-0,47%). Im nachrichtlichen Fokus stand eine Fülle an Quartalszahlen. An der DAX-Spitze explodierte die Aktie des Sportartikelherstellers adidas dank besser als erwarteter Geschäfte im zweiten Quartal um 9,42 Prozent nach oben. Linde und Post legten dahinter um 0,78 und 0,70 Prozent zu. Merck schloss nach Zahlen 0,27 Prozent fester. Die rote Laterne hielt ThyssenKrupp nach einem schwächer als erwarteten Zahlenwerk mit einem Minus von 1,72 Prozent. Fresenius SE und HeidelbergCement verloren 1,69 und 1,32 Prozent. Deutsche Telekom notierte nach der Bilanzvorlage 0,07 Prozent tiefer.

 

An der Wall Street gab der Dow 0,29 Prozent auf 25.509 Punkte nach. Der Nasdaq 100 schloss 0,03 Prozent tiefer bei 7.467 Zählern. 48 Prozent der Werte an der NYSE zeigten positive Vorzeichen und 47 Prozent negative Vorzeichen. Das Abwärtsvolumen betrug 56 Prozent. 114 neuen 52-Wochen-Hochs standen 35 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Communication Services und Rohstoffe. Die größten Verlierer waren Energie und Industriewerte.

 

Am Devisenmarkt verzeichnete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen Zugewinne. Der Dollar-Index kletterte bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,55 Prozent auf ein 3-Wochen-Hoch bei 95,57 Punkten. EUR/USD fiel um 0,68 Prozent auf ein 2-Monats-Tief bei 1,1531 USD. Franken und Yen waren als sichere Häfen gesucht. Beim Austral-Dollar waren kräftige Abschläge zu beobachten. Der Neuseeland-Dollar brach noch deutlicher ein. Hier belastete die Aussage der Reserve Bank of New Zealand, den Leitzins aufgrund der schwachen Konjunktur bis 2020 hinein auf dem aktuellen Rekordtief zu lassen. Die türkische Lira setzte ihren dramatischen Ausverkauf fort und markierte neue Rekordtiefs gegenüber dem US-Dollar und dem Euro. Der russische Rubel geriet nach der Ankündigung von Sanktionen seitens der USA gegenüber Russland ebenfalls unter Druck.

 

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,27 Prozent schwächer bei 457,17 Punkten. Brent-Öl gab um 0,42 Prozent auf 71,98 USD nach. Der Preis für US-Erdgas fiel nach den Lagerbestandsdaten um 0,14 Prozent auf 2,95 USD. Comex-Kupfer stieg um 0,42 Prozent auf 2,76 USD. Gold verlor 0,07 Prozent auf 1.212 USD (1.051 EUR). Silber, Platin und Palladium konnten zwischen 0,18 und 1,43 Prozent zulegen.

 

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,21 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete zwei Basispunkte tiefer bei 0,38 Prozent. Der Euro-Bund-Future verabschiedete sich 0,25 Prozent fester bei 162,58 Punkten aus dem Handel. Der Kontrakt löste damit eine zwei Tage andauernde Konsolidierung an der zuvor deckelnden 20-Tage-Linie auf und markierte ein 3-Wochen-Hoch. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um drei Basispunkte auf 2,93 Prozent nach.

 

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh belastet von wieder in den Vordergrund gerückten Sorgen über den Handelskonflikt zwischen den USA und China ganz überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 1,10 Prozent auf 165,19 Punkte. Daten zum japanischen Bruttoinlandsprodukt fielen deutlich besser als von Analysten im Schnitt erwartet aus. Der Nikkei 225 (-1,33%) gehörte dennoch zu den schwächsten Indizes in der Region.

 

Heute stehen von der Makroseite die Juli-Daten zu den US-Verbraucherpreisen im Fokus. Geschäftszahlen liefern unter anderem Innogy, Hella, TLG Immobilien, Carl Zeiss Meditec, Bauer, LEG Immobilien, Bechtle, Hapag-Lloyd und Porsche Automobil Holding. Bereits gestern nach Börsenschluss veröffentlichte enttäuschende Zahlen von K+S dürften heute auf dem Aktienkurs lasten.

Produktideen

adidas

BEST Turbo

BEST Turbo

Typ

Call

Put

WKN

CV7BNY

CA1H8M

Laufzeit

open end

open end

Basispreis

166,56 EUR

244,53 EUR

Barriere

166,56 EUR

244,53 EUR

Hebel

4,9

5,5

Preis*

4,30 EUR

0,38 EUR

*Indikativ

Indexstände

Indizes

Letzter
Schlusskurs

Veränderung
absolut

Zum Vortag
prozentual

Aktienmärkte weltweit

DAX30

12.676,11

+42,57

+0,33%

MDAX

26.984,33

+190,50

+0,71%

TecDAX

2.947,86

+20,66

+0,70%

EURO STOXX 50

3.494,13

+0,53

+0,01%

Dow Jones

25.509,23

-74,52

-0,29%

Nasdaq 100

7.466,96

-2,58

-0,03%

S&P 500

2.853,58

-4,12

-0,14%

Nikkei 225

22.298,08

-300,31

-1,33%

Währungen

EUR/USD

1,1531

-0,0079

-0,68%

EUR/JPY

128,10

-0,71

-0,55%

EUR/GBP

0,8990

-0,0020

-0,22%

EUR/CHF

1,1457

-0,0074

-0,64%

USD/JPY

111,08

+0,12

+0,11%

GBP/USD

1,2826

-0,0056

-0,43%

AUD/USD

0,7379

-0,0049

-0,66%

Rohstoffe

Öl (Brent)

71,98 USD

-0,30

-0,42%

Öl (WTI)

66,70 USD

-0,24

-0,36%

Gold (Comex)

1.211,70 USD

-0,90

-0,07%

Silber (Comex)

15,46 USD

+0,03

+0,18%

Kupfer (Comex)

2,7625 USD

+0,0115

+0,42%

Bund Future

162,58 EUR

+0,41

+0,25%

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