Marktüberblick

Rote Vorzeichen für den DAX!

Der deutsche Aktienmarkt geriet am Donnerstag mit einem im Verlauf des Nachmittags deutlich gestiegenen Euro unter Druck. Auslöser war die Veröffentlichung des Protokolls der letzten geldpolitischen Sitzung der EZB. Die Marktteilnehmer werteten das Protokoll als falkenhaft, da darin eine rege Diskussion unter den Notenbankern über den möglichen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik zu entnehmen war. Der DAX schloss 0,59 Prozent tiefer bei 13.203 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte büßte 0,35 Prozent auf 26.856 Punkte ein. Der TecDAX endete hingegen gut behauptet bei 2.650 Zählern. Unter den 110 größten Werten gab es 49 Gewinner (46%) und 57 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 78 Prozent (71 ohne Berücksichtigung der Steinhoff-Aktie). Das Gesamtvolumen im DAX betrug 114,0 Millionen Aktien (Vortag: 124,1) im Wert von 4,54 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,47). Stärkste Sektoren waren Rohstoffe (+1,03%), Bau (+0,82%) und Chemie (+0,29%). Am deutlichsten verloren Software (-2,44%), Telekommunikation (-2,11%) und Technologie (-1,80%). An der DAX-Spitze gewann die Commerzbank-Aktie 1,65 Prozent hinzu. HeidelbergCement und ThyssenKrupp rückten dahinter um  1,05 und 1,00 Prozent vor. Größter Verlierer war SAP mit einem Abschlag von 3,33 Prozent. Hier belastete eine Analysten-Abstufung. Vonovia und Infineon gaben um 2,47 respektive 2,31 Prozent nach. Im MDAX verbesserte sich die Aktie von Hella nach der Vorlage von positiv aufgenommenen Geschäftszahlen um 1,98 Prozent. Mehrere Analysten hoben ihre Kursziele für das Papier des Automobilzulieferers an.

 

An der Wall Street setzten die Indizes ihre Rally mit neuen Rekordständen fort. Der Dow haussierte um 0,81 Prozent auf 25.575 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,68 Prozent nach oben auf 6.708 Zähler. 75 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug 81 Prozent. Es gab 292 neue 52-Wochen-Hochs und 36 neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Energiewerte dank steigender Ölpreise deutlich vorne, gefolgt von Herstellern zyklischer Konsumgüter (Consumer Discretionary). Verluste gab es hingegen bei Immobilienwerten und Versorgern.

 

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab, während der Euro beflügelt vom EZB-Protokoll auf breiter Front Zugewinne verzeichnete. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,48 Prozent schwächer bei 91,91 Punkten. EUR/USD sprang um 0,71 Prozent nach oben auf ein Wochenhoch bei 1,2031 USD.

 

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,17 Prozent höher bei 451,21 Punkten. Brent-Öl gab um 0,12 Prozent auf 69,12 USD nach. Der Preis für US-Erdgas haussierte nach bullishen Lagerbestandsdaten um 7,50 Prozent auf 3,12 USD. Comex-Kupfer verlor 0,26 Prozent auf 3,23 USD. Gold stieg um 0,28 Prozent auf 1.323 USD (1.099 EUR). Silber büßte 0,21 Prozent auf 17,00 USD ein. Platin und Palladium verteuerten sich um 1,03 und 0,19 Prozent.

 

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,32 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg dank einer am Nachmittag dank des EZB-Protokolls einsetzenden Rally um vier Basispunkte auf ein 5-Monats-Hoch bei 0,52 Prozent. Der Euro-Bund-Future sackte um 0,51 Prozent auf 160,50 Punkte ab. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete einen Basispunkt tiefer bei 2,54 Prozent.

 

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,15 Prozent auf 180,68 Punkte. Aus China kamen über den Konsensschätzungen liegende Daten zur Handelsbilanz. Die Exporte aus der zweitgrößten Volkswirtschaft stiegen im vergangenen Jahr um 7,9 Prozent, während die Importe um 15,9 Prozent zulegten. Der Handelsbilanzüberschuss lag bei 422,5 Milliarden USD.

 

Heute sind von der Makroseite die US-Daten zum Einzelhandelsumsatz sowie den Verbraucherpreisen im Dezember potenziell marktbewegend. Mit Blick auf die Unternehmensseite startet die US-Berichtssaison der großen Unternehmen mit den Quartalsbilanzen der Großbanken JP Morgan Chase und Wells Fargo.

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1,05 EUR

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*Indikativ

Indexstände

Indizes

Letzter
Schlusskurs

Veränderung
absolut

Zum Vortag
prozentual

Aktienmärkte weltweit

DAX30

13.202,90

-78,44

-0,59%

MDAX

26.856,18

-96,00

-0,35%

TecDAX

2.650,10

+0,33

+0,01%

EURO STOXX 50

3.595,24

-14,59

-0,40%

Dow Jones

25.574,73

+205,60

+0,81%

Nasdaq 100

6.708,49

+45,83

+0,68%

S&P 500

2.767,56

+19,33

+0,70%

Nikkei 225

23.653,82

-56,61

-0,24%

Währungen

EUR/USD

1,2031

+0,0084

+0,71%

EUR/JPY

133,84

+0,73

+0,55%

EUR/GBP

0,8886

+0,0042

+0,47%

EUR/CHF

1,1742

+0,0057

+0,49%

USD/JPY

111,24

-0,19

-0,17%

GBP/USD

1,3538

+0,0034

+0,25%

AUD/USD

0,7891

+0,0050

+0,64%

Rohstoffe

Öl (Brent)

69,12 USD

-0,08

-0,12%

Öl (WTI)

63,57 USD

+0,00

+0,00%

Gold (Comex)

1.323,00 USD

+3,70

+0,28%

Silber (Comex)

17,00 USD

-0,04

-0,21%

Kupfer (Comex)

3,2270 USD

-0,0085

-0,26%

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US: Verbraucherpreise Dez.

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US: Lagerbestände Nov.

+0,4% gg Vm