Marktüberblick

Am deutschen Aktienmarkt dominierten zum Wochenschluss die Bären das Kursgeschehen. Als Stimmungskiller wirkte die Ankündigung zusätzlicher chinesischer Strafzölle auf US-Importe im Wert von rund 75 Milliarden US-Dollar. Seitens der USA wurden umgehend Gegenmaßnahmen angekündigt. Der DAX endete 1,15 Prozent tiefer bei 11.612 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,81 und 1,03 Prozent. In den drei Indizes gab es 21 Gewinner und 79 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 86 Prozent. Im DAX wechselten 90,3 Millionen Aktien (Vortag: 74,4) im Wert von 3,49 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,28) den Besitzer. Einzige Sektoren im Plus waren Immobilien (+0,21%) und Medien (+0,09%). Die größten Abschläge waren bei Technologiewerten (-2,73%), Automobilwerten (-2,39%) und Banken (-1,79%) zu beobachten. Wirecard gewann als bester DAX-Wert ohne Nachrichten 1,11 Prozent hinzu. Vonovia und FMC rückten dahinter um jeweils 0,53 Prozent vor. BMW bildete mit einem Minus von 3,15 Prozent das Schlusslicht im Index. Der Autobauer produziert viele Fahrzeuge in den USA und gilt daher als einer der Hauptverlierer der angekündigten Strafzölle. Daimler und Infineon verloren 3,09 und 2,75 Prozent.

 

An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 2,37 Prozent tiefer bei 25.629 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 sackte um 3,14 Prozent auf 7.465 Zähler ab. 83 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursverluste. Das Abwärtsvolumen betrug 90 Prozent. Es gab 139 neue 52-Wochen-Hochs und 191 neue Tiefs. Alle Sektor-Indizes endeten im negativen Terrain. Am deutlichsten fiel das Minus bei Energiewerten und Technologietiteln aus.

 

Am Devisenmarkt setzte die neue Eskalationsstufe im Handelsstreit den US-Dollar unter Druck. Der Dollar-Index gab um 0,95 Prozent auf 97,26 Punkte nach. EUR/USD stieg um 0,52 Prozent auf 1,1137 USD. Stark gesucht waren die Fluchtwährungen Yen und Franken, während die Rohstoffwährungen Austral-Dollar und Kanada-Dollar deutliche Abschläge verzeichneten.

 

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise fiel um 1,16 Prozent auf 393,35 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 0,97 Prozent auf 59,34 USD. Für die US-Sorte WTI ging es nach der Ankündigung eines Strafzolls in Höhe von 5 Prozent ab dem 1. September um 2,13 Prozent abwärts auf 54,17 USD. Der Preis für US-Erdgas notierte 0,32 Prozent tiefer bei 2,16 USD. Comex-Kupfer gab um 1,08 Prozent auf 2,53 USD nach. Gold haussierte als sicherer Hafen um 1,93 Prozent auf 1.538 USD (1.371 EUR). Silber verteuerte sich um 2,19 Prozent auf 17,41 USD. Platin und Palladium mussten hingegen Abschläge von 0,77 und 2,08 Prozent hinnehmen.

 

Am Rentenmarkt profitierten Staatsanleihen ab dem Nachmittag von der aufgrund des Handelskonflikts gestiegenen Risikoaversion. Entsprechend gerieten die Renditen unter Druck. Die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite kletterte noch um vier Basispunkte auf minus 0,62 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sackte nach dem Markieren eines Wochenhochs bei minus 0,61 Prozent ab und notierte am Ende vier Basispunkte tiefer bei minus 0,68 Prozent. Der Euro-Bund-Future erholte sich vom zwischenzeitlich markierten Wochentief und schloss 0,40 Prozent fester bei 178,81 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um zehn Basispunkte auf 1,52 Prozent.

 

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front deutlich schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 1,48 Prozent tiefer bei 150,12 Punkten. Besonders kräftig unter Druck standen der Hang Seng Index und der CSI 300.

 

Heute stehen der ifo-Geschäftsklimaindex für den August sowie der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA im Juli im Blickpunkt. Die Börsen in Großbritannien bleiben feiertagsbedingt geschlossen.

Produktideen

Gold Future 12/2019

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Indexstände

Indizes

Letzter
Schlusskurs

Veränderung
absolut

Zum Vortag
prozentual

Aktienmärkte weltweit

DAX30

11.611,51

-135,53

-1,15%

MDAX

25.039,94

-205,52

-0,81%

TecDAX

2.720,50

-28,32

-1,03%

EURO STOXX 50

3.334,25

-39,42

-1,16%

Dow Jones

25.628,90

-623,34

-2,37%

Nasdaq 100

7.464,99

-242,43

-3,14%

S&P 500

2.847,11

-75,84

-2,59%

Nikkei 225

20.250,54

-460,37

-2,22%

Währungen

EUR/USD

1,1137

+0,0058

+0,52%

EUR/JPY

117,32

-0,58

-0,49%

EUR/GBP

0,9055

+0,0016

+0,17%

EUR/CHF

1,0852

-0,0045

-0,41%

USD/JPY

105,35

-1,08

-1,01%

GBP/USD

1,2285

+0,0034

+0,27%

AUD/USD

0,6749

-0,0007

-0,10%

Rohstoffe

Öl (Brent)

59,34 USD

-0,58

-0,97%

Öl (WTI)

54,17 USD

-1,18

-2,13%

Gold (Comex)

1.537,60 USD

+29,10

+1,93%

Silber (Comex)

17,41 USD

+0,37

+2,19%

Kupfer (Comex)

2,5300 USD

-0,0275

-1,08%

Bund Future

178,81 EUR

+0,72

+0,40%

Trading-Termine

Uhrzeit

Ereignis

Schätzg.

10:00

DE: ifo-Geschäftsklimaindex August

95,1

14:30

US: Auftragseingang langl. Wg Juli

+1,3% gg Vm

14:30

US: Chicago Fed National Activity Index Juli

N/A

GB: Börsenfeiertag