Pfund haussiert nach Parlamentswahlen

Befeuert von der gestiegenen Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China, konnte der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag zulegen. US-Präsident Donald Trump hatte getwittert, man stehe ganz kurz vor einem „großen Deal“ mit dem Reich der Mitte. Die erste EZB-Sitzung unter Führung der neuen Chefin Christine Lagarde lieferte derweil keine Impulse. Die Notenbank beließ wie erwartet ihre Geldpolitik unverändert. Der DAX schloss 0,56 Prozent fester bei 13.222 Punkten. MDAX und TecDAX rückten um 0,58 und 0,45 Prozent vor. In den drei genannten Indizes gab es 63 Gewinner und 36 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen dominierte mit 71 Prozent. Im DAX wechselten 84,0 Millionen Aktien (Vortag: 69,2) im Wert von 3,57 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,09) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Rohstoffe, Banken und Technologie. Die größten Abgaben auf Sektorenebene zeigten Telekommunikationswerte, Versorger und Medientitel. Deutsche Bank haussierte nachrichtenlos um 3,38 Prozent und belegte damit den Spitzenplatz im DAX. Covestro und Infineon stiegen dahinter um 2,44 und 2,39 Prozent. Das Schlusslicht im Index bildete MTU nach einer negativen Analysteneinschätzung mit einem Minus von 3,28 Prozent.

 

An der Wall Street verbesserte sich der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke um 0,79 Prozent auf 28.132 Punkte. Im Tagesverlauf hatte der Index ein neues Rekordhoch bei 28.225 Punkten markiert. Sowohl der marktbreite S&P 500 (+0,85%) als auch der technologielastige Nasdaq 100 (+0,76%) konnten auch auf Tagesschlusskursbasis neue historische Bestmarken erzielen. 62 Prozent der Werte an der NYSE endeten mit positiven Vorzeichen. Das Aufwärtsvolumen betrug 75 Prozent. 215 neuen 52-Wochen-Hochs standen 21 Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Finanz und Energie. Unter Druck standen die als defensiv geltenden Sektoren Immobilien und Versorger.

 

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,16 Prozent höher bei 97,28 Punkten. EUR/USD gab um 0,03 Prozent auf 1,1126 USD nach. Stark gesucht war der Austral-Dollar, während der Yen unter Druck stand. Vor der Schließung der Wahllokale bei den britischen Parlamentswahlen um 23 Uhr tendierte das Pfund Sterling gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen schwächer. Im heutigen asiatischen Handel wurde die Inselwährung dann von den Hochrechnungen beflügelt, wonach die Konservativen einen überraschend deutlichen Wahlsieg einfahren dürften. GBP/USD sprang um über 2 Prozent nach oben auf ein 19-Monats-Hoch knapp über 1,35 USD. Dies würde den stärksten Tagesanstieg seit über 2 Jahren bedeuten, falls die Notierung die Gewinne bis zum Ende des heutigen Handels halten kann. EUR/USD kletterte derweil über die 200-Tage-Linie auf ein 4-Monats-Hoch bei in der Spitze 1,1199 USD.

 

Der S&P GSCI Rohstoffindex gewann 0,80 Prozent hinzu auf 423,64 Punkte. Brent-Öl stieg um 1,00 Prozent auf 64,36 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang beflügelt von der Erwartung sinkender Temperaturen und nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 4,24 Prozent auf 2,34 USD. Comex-Kupfer notierte 0,73 Prozent fester auf einem 5-Monats-Hoch bei 2,81 USD. Gold handelte kaum verändert bei 1.474 USD (1.321 EUR). Silber, Platin und Palladium konnten zwischen 0,90 und 1,76 Prozent zulegen, wobei Palladium erneut ein Allzeithoch markierte.

 

Am Rentenmarkt verharrte die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite bei minus 0,33 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen drehte mit den positiven Nachrichten über die Annäherung im Handelskonflikt zwischen den USA und China deutlich nach oben und endete sieben Basispunkte höher bei minus 0,26 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,59 Prozent tiefer bei 171,74 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes haussierte um elf Basispunkte auf 1,90 Prozent.

 

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 1,46 Prozent auf 168,83 Punkte. Besonders kräftige Aufschläge sah der japanische Nikkei 225 trotz eines enttäuschend schwachen Tankan-Konjunkturberichts.

 

Heute stehen von der Makroseite die US-Einzelhandelsumsätze im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Stabilus. Daneben dürfte die Aktie von Henkel unter einem gestern nach Börsenschluss veröffentlichten pessimistischen Ausblick auf das kommende Jahr leiden.

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Indexstände

Indizes

Letzter
Schlusskurs

Veränderung
absolut

Zum Vortag
prozentual

Aktienmärkte weltweit

DAX30

13.221,64

+74,90

+0,56%

MDAX

27.511,99

+161,03

+0,58%

TecDAX

3.040,06

+13,89

+0,45%

EURO STOXX 50

3.706,35

+18,90

+0,51%

Dow Jones

28.132,05

+220,75

+0,79%

Nasdaq 100

8.466,89

+64,28

+0,76%

S&P 500

3.168,57

+26,94

+0,85%

Nikkei 225

24.392,58

+595,34

+2,84%

Währungen

EUR/USD

1,1126

-0,0003

-0,03%

EUR/JPY

121,61

+0,83

+0,68%

EUR/GBP

0,8451

+0,0017

+0,20%

EUR/CHF

1,0960

+0,0026

+0,24%

USD/JPY

109,31

+0,76

+0,70%

GBP/USD

1,3164

-0,0030

-0,23%

AUD/USD

0,6905

+0,0030

+0,43%

Rohstoffe

Öl (Brent)

64,36 USD

+0,64

+1,00%

Öl (WTI)

59,27 USD

+0,51

+0,87%

Gold (Comex)

1.474,40 USD

-0,60

-0,04%

Silber (Comex)

17,01 USD

+0,16

+0,93%

Kupfer (Comex)

2,8100 USD

+0,0205

+0,73%

Bund Future

171,74 EUR

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+0,2% gg Vm

16:00

US: Lagerbestände Oktober

+0,2% gg Vm

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GB: Ergebnis zu den Neuwahlen