Marktüberblick

Der deutsche Aktienmarkt konnte am Dienstag trotz eines enttäuschenden ZEW-Index Zugewinne verbuchen. Stützend wirkte die Rekordjagd an der Wall Street. Der DAX verabschiedete sich 0,35 Prozent fester bei 12.431 Punkten aus dem Handel. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 0,25 Prozent nach oben auf 26.060 Punkte. Gegen den Trend büßte der TecDAX 0,33 Prozent auf 2.894 Zähler ein. In den drei Indizes gab es 59 Gewinner und 39 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen überwog mit 58 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 75,1 Millionen Aktien (Vortag: 70,8) im Wert von 2,93 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,95). Stärkste Sektoren waren Banken, Bau und Industrie. Am schwächsten tendierten Immobilien, Software und Telekommunikation. Deutsche Bank belegte mit einem Kurssprung um 4,32 Prozent die Spitzenposition im DAX. Der Anteilsschein profitierte von der Bonitätsbestätigung durch die Ratingagentur S&P sowie von positiv aufgenommenen Quartalszahlen der US-Investmentbank Goldman Sachs. Lufthansa und HeidelbergCement kletterten dahinter um 2,62 und 1,60 Prozent. Die größten Abschläge im Leitindex verbuchte Wirecard mit einem Minus von 1,80 Prozent. Vonovia und Deutsche Telekom notierten 0,79 und 0,39 Prozent schwächer.

 

An der Wall Street gab der Dow Jones Industrial um 0,08 Prozent auf 27.336 Punkte nach. Der Nasdaq 100 verlor 0,50 Prozent auf 7.927 Zähler. 50 Prozent der Werte an der NYSE zeigten Kursgewinne, während 46 Prozent an Wert einbüßten. 140 neuen 52-Wochen-Hochs standen 34 neue Tiefs gegenüber. Gesucht waren die Sektoren Industrie und Rohstoffe. Am schwächsten tendierten Energiewerte und Technologietitel.

 

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,48 Prozent höher bei 97,39 Punkten. Der Euro litt unter dem enttäuschend ausgefallenen ZEW-Index der Konjunkturerwartungen. EUR/USD fiel um 0,45 Prozent auf 1,1207 USD. Mit Blick auf die anderen Majors war der Kanada-Dollar gesucht. Kräftig unter Druck stand hingegen das Pfund Sterling. Zum Greenback fiel die Inselwährung auf den niedrigsten Stand seit April 2017. Hier belasteten gestiegene Risiken eines Brexits ohne eine Einigung nach jüngsten Aussagen der beiden Bewerber um den Posten als Premierminister.

 

Der S&P GSCI Rohstoffindex endete 1,94 Prozent tiefer bei 423,01 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 3,20 Prozent auf 64,35 USD. Für die Schwäche verantwortlich war eine mögliche Entspannung im Konflikt mit dem Iran. Der Preis für US-Erdgas sackte um 4,19 Prozent auf 2,29 USD ab. Comex-Kupfer notierte 0,41 Prozent schwächer bei 2,70 USD. Gold handelte mit einem Abschlag von 0,16 Prozent bei 1.411 USD (1.254 EUR). Silber haussierte um 2,04 Prozent auf ein 4-Monats-Hoch bei 15,68 USD.

 

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf minus 0,33 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um einen Basispunkt auf minus 0,30 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,05 Prozent höher bei 172,45 Punkten und konnte damit den dritten Tag in Folge zulegen. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um vier Basispunkte auf 2,13 Prozent.

 

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh ganz überwiegend südwärts. Belastend wirkte die erneute Aussage von US-Präsident Donald Trump, dass die USA Strafzölle auf weitere chinesische Waren im Wert von 325 Milliarden USD erheben könnte, was den Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften wieder in den Fokus rückte. Der MSCI Asia Pacific Index gab zuletzt um 0,20 Prozent auf 160,26 Punkte nach.

 

Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise in der Eurozone sowie die Daten zu den Baubeginnen und Baugenehmigungen in den USA im Zentrum des Interesses. Unternehmensseitig setzt sich die Berichtssaison bei den US-Konzernen mit Zahlen von Bank of America, Netflix, IBM, Alcoa und Ebay fort. Die Aktien von Brenntag und Villeroy & Boch stehen daneben aufgrund gestern Abend veröffentlichter Prognosesenkungen im Blick.

Produktideen

Deutsche Bank

Faktor-Zertifikat

Faktor-Zertifikat

Typ

Long

Short

WKN

CJ7T2R

CJ7T3D

Laufzeit

open end

open end

Faktor

4

4

Preis*

5,74 EUR

2,63 EUR

*Indikativ

Indexstände

Indizes

Letzter
Schlusskurs

Veränderung
absolut

Zum Vortag
prozentual

Aktienmärkte weltweit

DAX30

12.430,97

+43,63

+0,35%

MDAX

26.059,73

+66,14

+0,25%

TecDAX

2.894,21

-9,78

-0,33%

EURO STOXX 50

3.521,36

+19,14

+0,54%

Dow Jones

27.335,63

-23,53

-0,08%

Nasdaq 100

7.927,07

-39,84

-0,50%

S&P 500

3.004,04

-10,26

-0,34%

Nikkei 225

21.469,18

-66,07

-0,31%

Währungen

EUR/USD

1,1207

-0,0050

-0,45%

EUR/JPY

121,32

-0,15

-0,12%

EUR/GBP

0,9031

+0,0047

+0,52%

EUR/CHF

1,1071

-0,0011

-0,10%

USD/JPY

108,26

+0,36

+0,33%

GBP/USD

1,2407

-0,0109

-0,87%

AUD/USD

0,7010

-0,0029

-0,41%

Rohstoffe

Öl (Brent)

64,35 USD

-2,13

-3,20%

Öl (WTI)

57,62 USD

-1,96

-3,29%

Gold (Comex)

1.411,20 USD

-2,30

-0,16%

Silber (Comex)

15,68 USD

+0,31

+2,04%

Kupfer (Comex)

2,7000 USD

-0,0110

-0,41%

Bund Future

172,45 EUR

+0,08

+0,05%

Trading-Termine

Uhrzeit

Ereignis

Schätzg.

07:00

NL: ASML Holding, Ergebnis 2Q

07:30

SE: Ericsson, Ergebnis 2Q

08:00

EU: ACEA, Pkw-Neuzulassungen Juni

08:15

AU: Cimic Group, Ergebnis 1H

10:30

GB: Verbraucherpreise Juni

+2,0% gg Vj

11:00

EU: Verbraucherpreise Juni

+1,2% gg Vj

12:45

US: Bank of America, Ergebnis 2Q

13:45

US: Abbott Laboratories, Ergebnis 2Q

14:30

US: Baubeginne/ -genehmigungen Juni

-0,7% gg Vm

16:30

US: Rohöllagerbestände (Woche)

20:00

US: Fed, Beige Book

22:02

US: Netflix, Ergebnis 2Q

22:05

US: IBM, Ergebnis 2Q

22:10

US: Alcoa, Ergebnis 2Q

22:15

US: Ebay, Ergebnis 2Q