Marktüberblick

Der deutsche Aktienmarkt konnte am Donnerstag mit der Hoffnung auf eine Annäherung zwischen den USA und China bei den laufenden Handelsgesprächen weitere Zugewinne verbuchen. Der DAX endete 0,57 Prozent fester bei 12.164 Punkten. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 0,09 Prozent nach oben auf 25.319 Zähler. Gegen den Trend verlor der TecDAX 0,19 Prozent auf 2.725 Punkte. In den genannten drei Indizes gab es 56 Gewinner und 43 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 60 Prozent. Im DAX wechselten 88,4 Millionen Aktien (Vortag: 68,8) im Wert von 3,67 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,18) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Rohstoffe, Banken und Chemie. Am schwächsten tendierten Versorger, Software und Immobilien. Linde gewann an der DAX-Spitze ohne Nachrichten 3,01 Prozent hinzu. Deutsche Bank und Volkswagen verbesserten sich um 2,70 und 2,62 Prozent. Das Schlusslicht im Leitindex bildete RWE mit einem Minus von 1,88 Prozent. Beiersdorf und E.ON verloren 1,73 und 1,58 Prozent.

 

An der Wall Street verzeichnete der Dow Jones Industrial einen Aufschlag von 0,57 Prozent auf 26.497 Punkte. Der Nasdaq 100 kletterte um 0,64 Prozent auf 7.740 Zähler. 60 Prozent der Werte an der NYSE endeten mit Kursgewinnen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 68 Prozent. 49 neuen 52-Wochen-Hochs standen 42 Tiefs gegenüber. Alle Sektoren bis auf Versorger verbuchten Aufschläge. Am stärksten nach oben ging es mit Energiewerten und Finanztiteln.

 

Auch am Devisenmarkt dominierte die gestiegene Risikofreude das Kursgeschehen. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,30 Prozent tiefer bei 98,70 Punkten. EUR/USD stieg um 0,33 Prozent auf 1,1007 USD. Kräftig nach oben ging es mit dem Pfund Sterling. GBP/USD haussierte um 1,92 Prozent auf ein 2-Wochen-Hoch bei 1,2438 USD. Beflügelt wurde die Inselwährung von der Meldung, dass der britische Premier Boris Johnson und der irische Regierungschef Leo Veradkar einen Weg zu einem Brexit-Deal bis Ende des Monats sehen können. Am schwächsten unter den Hauptwährungen tendierten der Yen sowie der Franken.

 

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,49 Prozent höher bei 402,15 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 2,07 Prozent auf 59,53 USD. Hier stützte die Spekulation darauf, dass die OPEC die laufenden Produktionsbegrenzungen auch im nächsten Jahr aufrecht erhalten könnte.  Der Preis für US-Erdgas fiel nach den Lagerbestandsdaten um 1,16 Prozent auf ein 2-Monats-Tief bei 2,21 USD. Comex-Kupfer haussierte um 1,85 Prozent auf ein 2-Wochen-Hoch bei 2,61 USD. Gold litt unter der gestiegenen Risikofreude und den kletternden Anleiherenditen und verlor 1,01 Prozent auf 1.498 USD (1.357 EUR). Silber büßte 1,52 Prozent auf 17,54 USD ein. Platin und Palladium zeigten hingegen Aufschläge von 0,70 Prozent beziehungsweise 1,21 Prozent. Palladium verzeichnete dabei ein neues Rekordhoch bei 1.675 USD.

 

Am Rentenmarkt kam es zu deutlichen Kursbewegungen. Die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite stieg um vier Basispunkte auf minus 0,53 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sprang bis zum Abend um sieben Basispunkte auf ein 3-Wochen-Hoch bei minus 0,48 Prozent. Der Euro-Bund-Future sackte nach dem Bruch mehrerer technischer Unterstützungen um 0,71 Prozent auf 172,76 Punkte ab. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete acht Basispunkte höher bei 1,67 Prozent.

 

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 1,14 Prozent auf 157,03 Punkte. Besonders deutliche Aufschläge waren in Hongkong zu beobachten. Hier beflügelte die Hoffnung auf eine Deeskalation bei den seit Monaten anhaltenden politischen Unruhen.

 

Heute stehen von der Makroseite die deutschen Verbraucherpreise sowie der US-Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan im Fokus. Wichtige Impulse könnten sich ferner von den fortgesetzten Handelsgesprächen zwischen den USA und China ergeben. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf SAP und Hugo Boss. SAP meldete in der Nacht überraschend vorläufige Geschäftszahlen, die besser als von Analysten erwartet ausfielen, sowie den Rücktritt des CEO Bill McDermott. Hugo Boss kassierte gestern nach Börsenschluss die Jahresziele aufgrund eines schwach verlaufenden Quartals.

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Indexstände

Indizes

Letzter
Schlusskurs

Veränderung
absolut

Zum Vortag
prozentual

Aktienmärkte weltweit

DAX30

12.164,20

+69,94

+0,57%

MDAX

25.319,29

+23,39

+0,09%

TecDAX

2.725,11

-5,23

-0,19%

EURO STOXX 50

3.493,96

+31,85

+0,92%

Dow Jones

26.496,67

+150,66

+0,57%

Nasdaq 100

7.740,36

+49,83

+0,64%

S&P 500

2.938,13

+18,73

+0,64%

Nikkei 225

21.798,87

+246,89

+1,15%

Währungen

EUR/USD

1,1007

+0,0037

+0,33%

EUR/JPY

118,80

+0,89

+0,75%

EUR/GBP

0,8848

-0,0138

-1,54%

EUR/CHF

1,0970

+0,0045

+0,41%

USD/JPY

107,93

+0,45

+0,42%

GBP/USD

1,2438

+0,0235

+1,92%

AUD/USD

0,6761

+0,0039

+0,58%

Rohstoffe

Öl (Brent)

59,53 USD

+1,21

+2,07%

Öl (WTI)

53,95 USD

+1,36

+2,59%

Gold (Comex)

1.497,50 USD

-15,30

-1,01%

Silber (Comex)

17,54 USD

-0,27

-1,52%

Kupfer (Comex)

2,6155 USD

+0,0475

+1,85%

Bund Future

172,76 EUR

-1,23

-0,71%

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US: Uni Michigan Verbraucherstimmung Oktober

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