Marktüberblick

Der deutsche Aktienmarkt stand zum Wochenstart deutlich unter Druck. Für schlechte Stimmung unter den Anlegern sorgten Drohnen-Angriffe auf die wichtigste saudische Ölraffinerie und hierdurch in die Höhe schießende Ölpreise. Der DAX schloss 0,70 Prozent tiefer bei 12.380 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte büßte 1,07 Prozent auf 25.976 Punkte ein. Gegen den Trend gewann der TecDAX 0,08 Prozent auf 2.875 Zähler hinzu. In den drei genannten Indizes gab es 24 Gewinner und 76 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 76 Prozent. Im DAX wechselten 80,5 Millionen Aktien (Vortag: 91,0) im Wert von 2,93 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,09) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenperformance verzeichneten lediglich Versorger (+0,17%) und Technologiewerte (+0,09%) moderate Zugewinne. Am stärksten verloren Banken (-2,19%), Bauwerte (-2,18%) und Industrietitel (-1,49%). An der DAX-Spitze thronte die Aktie von Wirecard mit einem Plus von 2,53 Prozent. Der Konzern hatte mitgeteilt, künftig enger mit dem chinesischen Kreditkartenanbieter Unionpay zusammenzuarbeiten. Die rote Laterne im Leitindex hielt Lufthansa mit einem Minus von 2,84 Prozent. Hier belastete die Sorge vor höheren Kerosinkosten nach den Anschlägen in Saudi-Arabien vom Wochenende. Im TecDAX haussierte die Aktie von Cancom um 5,08 Prozent nach einem Medienbericht, wonach das Unternehmen das Ziel einer möglichen Übernahme sein könnte.

 

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial mit einem Verlust von 0,52 Prozent bei 27.077 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq 100 schloss 0,51 Prozent tiefer bei 7.852 Zählern. 52 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus. Das Aufwärtsvolumen betrug 61 Prozent. 56 neuen 52-Wochen-Hochs standen sechs neue Tiefs gegenüber. Dank der in die Höhe schießenden Ölpreise waren Energiewerte stark nachgefragt. Die deutlichsten Abgaben zeigten Rohstoffwerte und die Aktien von Herstellern zyklischer Konsumgüter (Consumer Discretionary).

 

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index 0,81 Prozent höher bei 98,64 Punkten. EUR/USD fiel um 0,64 Prozent auf 1,1001 USD. Stark gesucht war der Kanada-Dollar sowie der Yen. Das Pfund Sterling fiel durch Schwäche auf.

 

Der S&P GSCI Rohstoffindex sprang angetrieben von haussierenden Ölpreisen um 7,65 Prozent nach oben auf 434,70 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich bei rekordhohem Handelsvolumen um 13,93 Prozent auf ein 4-Monats-Hoch bei 68,61 USD. Die Anschläge in Saudi-Arabien führten zu einem Einbruch der saudischen Ölproduktion um etwa die Hälfte. Es wird befürchtet, dass es Wochen oder sogar Monate dauern könnte, bis die beschädigten Anlagen wieder vollständig in Betrieb genommen werden können. Comex-Kupfer verbilligte sich um 2,17 Prozent auf 2,64 USD. Gold konnte um 0,65 Prozent auf 1.509 USD (1.362 EUR) zulegen. Silber stieg um 2,25 Prozent auf 17,97 USD.

 

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,48 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um drei Basispunkte auf minus 0,48 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,37 Prozent fester bei 172,87 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um sechs Basispunkte auf 1,84 Prozent.

 

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,54 Prozent auf 158,81 Punkte nach.

 

Heute stehen von der Makroseite der ZEW-Index sowie die Daten zur US-Industrieproduktion im Fokus. Unternehmensseitig richtet sich der Blick unter anderem auf Zalando. Die Aktie dürfte unter der gestern Abend erfolgten Bekanntgabe leiden, dass sich der Großaktionär Kinnevik von einem Teil seiner Beteiligung an dem Modehändler trennen möchte. Nach dem gestrigen Börsenschluss hob der Immobilienentwickler Instone Real Estate den Ausblick für das laufende Jahr deutlich an. Die Aktie konnte hiervon im nachbörslichen Handel profitieren.

Produktideen

Brent Öl Future 11/2019

Faktor-Zertifikat

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Typ

Long

Short

WKN

CU3THV

CU2LFK

Laufzeit

open end

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Faktor

5

5

Preis*

9,96 EUR

0,56 EUR

*Indikativ

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Indexstände

Indizes

Letzter
Schlusskurs

Veränderung
absolut

Zum Vortag
prozentual

Aktienmärkte weltweit

DAX30

12.380,31

-88,22

-0,70%

MDAX

25.976,37

-281,16

-1,07%

TecDAX

2.874,50

+2,43

+0,08%

EURO STOXX 50

3.518,45

-31,66

-0,89%

Dow Jones

27.076,82

-142,70

-0,52%

Nasdaq 100

7.852,41

-40,54

-0,51%

S&P 500

2.997,96

-9,43

-0,31%

Nikkei 225

21.392,58

-595,34

-2,84%

Währungen

EUR/USD

1,1001

-0,0071

-0,64%

EUR/JPY

118,88

-0,76

-0,63%

EUR/GBP

0,8858

+0,0003

+0,04%

EUR/CHF

1,0917

-0,0042

-0,39%

USD/JPY

108,06

-0,01

-0,01%

GBP/USD

1,2420

-0,0078

-0,63%

AUD/USD

0,6867

-0,0010

-0,15%

Rohstoffe

Öl (Brent)

68,61 USD

+8,39

+13,93%

Öl (WTI)

62,50 USD

+7,65

+13,95%

Gold (Comex)

1.509,30 USD

+9,80

+0,65%

Silber (Comex)

17,97 USD

+0,40

+2,25%

Kupfer (Comex)

2,6410 USD

-0,0585

-2,17%

Bund Future

172,87 EUR

+0,63

+0,37%

Trading-Termine

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DE: ZEW-Index September

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