Ölpreise haussieren vor dem Gipfeltreffen

Der deutsche Aktienmarkt bot zur Wochenmitte ein gemischtes Bild. Leicht getrübt wurde die Stimmung davon, dass das Treffen der EU-Finanzminister zu den geplanten Hilfspaketen im Kampf gegen die Corona-Krise ergebnislos verlief und auf den heutigen Tag verschoben wurde. Der DAX schloss 0,22 Prozent schwächer bei 10.333 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich hingegen um 0,77 und 1,78 Prozent. In den drei Indizes gab es 53 Gewinner und 44 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog mit 68 Prozent. Im DAX wechselten 102,4 Millionen Aktien (Vortag: 149,5) im Wert von 3,67 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 5,05) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Technologie und Konsum. Am schwächsten tendierten Banken und Transportwerte. Mit einem Kurssprung um 6,15 Prozent belegte die Infineon-Aktie die DAX-Spitze. Hier stützten positive Analysteneinschätzungen. Dahinter verbesserten sich adidas und RWE um 3,89 beziehungsweise 1,94 Prozent. Das Schlusslicht im Leitindex bildete Siemens mit einem Abschlag von 3,07 Prozent. Deutsche Bank und Deutsche Post verloren 2,83 und 2,04 Prozent.

An der Wall Street konnte der Dow Jones Industrial um 3,44 Prozent auf 23.434 Punkte zulegen. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 kletterte um 2,23 Prozent auf 8.230 Zähler. Die Marktbreite gestaltete sich ausgesprochen positiv. 88 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im grünen Bereich. Das Aufwärtsvolumen betrug 92 Prozent. Sieben neuen 52-Wochen-Hochs standen sechs neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren verbuchten kräftige Zugewinne. Am stärksten präsentierten sich Immobilienaktien und Energiewerte.

Am Devisenmarkt stieg der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels um 0,17 Prozent auf 100,12 Punkte. Der Euro zeigte Schwäche gegenüber allen anderen Hauptwährungen. Beobachter verwiesen zur Begründung auf die Uneinigkeit der EU-Finanzminister über das milliardenschwere Hilfspaket zur Bekämpfung der Corona-Krise. EUR/USD gab um 0,29 Prozent auf 1,0859 USD nach. Auffällig fest tendierte der Austral-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg um 2,91 Prozent auf 278,43 Punkte. Beflügelnd wirkte die Spekulation auf die Vereinbarung einer Kürzung der Ölproduktion im Rahmen des heute anstehenden virtuellen Gipfeltreffens von OPEC+. Brent-Öl verteuerte sich vor diesem Hintergrund um 5,59 Prozent auf 33,65 USD. Die US-Sorte WTI haussierte trotz eines deutlich stärker als erwarteten Anstiegs der US-Rohölbestände um 9,90 Prozent auf 25,97 USD. Der Preis für US-Erdgas sackte um 3,29 Prozent auf 1,79 USD ab. Comex-Kupfer notierte 0,11 Prozent tiefer bei 2,27 USD. Gold handelte nahezu unverändert bei 1.684 USD (1.518 EUR). Silber, Platin und Palladium verzeichneten Verluste von 0,32 bis 1,52 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf minus 0,36 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zog ebenfalls um zwei Basispunkte auf minus 0,31 Prozent an. Der Euro-Bund-Future schloss 0,31 Prozent tiefer bei 170,22 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verbesserte sich um zwei Basispunkte auf 0,77 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index pendelte um die Nulllinie und notierte zuletzt 0,33 Prozent höher bei 140,13 Punkten.

Heute stehen von der Makroseite die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA im Fokus. Für Impulse könnte ferner die Videokonferenz der Eurogruppe zu Finanzhilfen für EU-Länder in der Coronavirus-Krise sorgen. Daneben richtet sich der Blick auf das virtuelle Gipfeltreffen von OPEC+, auf dem eine massive Kürzung der Ölproduktion beschlossen werden könnte. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Gerresheimer und Bauer. Der Software-Riese SAP hatte gestern nach Börsenschluss seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Jahr gesenkt und steht damit ebenfalls im Blick.
 

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Brent Future 06/2020

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Indexstände

Indizes

Letzter
Schlusskurs

Veränderung
absolut

Zum Vortag
prozentual

Aktienmärkte weltweit

DAX30

10.332,89

-23,81

-0,22%

MDAX

21.704,44

+166,31

+0,77%

TecDAX

2.746,09

+48,03

+1,78%

EURO STOXX 50

2.851,27

-6,40

-0,22%

Dow Jones

23.433,57

+779,71

+3,44%

Nasdaq 100

8.229,54

+180,23

+2,23%

S&P 500

2.749,98

+90,57

+3,40%

Nikkei 225

19.345,77

-7,47

-0,04%

Währungen

EUR/USD

1,0859

-0,0031

-0,29%

EUR/JPY

118,18

-0,24

-0,20%

EUR/GBP

0,8765

-0,0061

-0,70%

EUR/CHF

1,0548

-0,0009

-0,08%

USD/JPY

108,83

+0,09

+0,08%

GBP/USD

1,2387

+0,0058

+0,47%

AUD/USD

0,6232

+0,0064

+1,03%

Rohstoffe

Öl (Brent)

33,65 USD

+1,78

+5,59%

Öl (WTI)

25,97 USD

+2,34

+9,90%

Gold (Comex)

1.683,80 USD

+0,10

+0,01%

Silber (Comex)

15,25 USD

-0,24

-1,52%

Kupfer (Comex)

2,2700 USD

-0,0025

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Bund Future

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GB: Industrieproduktion Februar

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EU: EZB, Protokoll der Sitzung v. 12. März

14:30

US: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

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14:30

US: Erzeugerpreise März

-0,4% gg Vm

16:00

US: Verbraucherstimmung Uni Mich. April

75,0

17:00

EU: Videokonferenz Eurogruppe

N/A

AT: OPEC+, virtuelles Gipfeltreffen