Risk-off dank Omikron-Variante

Diese Analyse wurde am um Uhr erstellt.

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Die Meldung einer neuen Variante des Coronavirus aus Südafrika mit zahlreichen Mutationen sandte am Freitag Schockwellen durch die Finanzmärkte und löste eine Flucht in Staatsanleihen aus. Der deutsche Aktienmarkt wurde von der hierdurch ausgelösten Risk-off-Stimmung besonders in Mitleidenschaft gezogen. Der DAX schloss 4,15 Prozent schwächer auf einem Mehrwochentief bei 15.257 Punkten. Auf Wochensicht verlor der Leitindex damit 5,59 Prozent. MDAX und TecDAX verbuchten am Berichtstag Abschläge von 3,32 und 1,25 Prozent. In den drei Indizes gab es elf Gewinner und 88 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 95 Prozent. Mit Blick auf die Sektoren-Performance konnten sich lediglich Einzelhandelswerte (+3,31%) dem Negativtrend entziehen. Banken (-6,69%) und Industriewerte (-6,29%) standen besonders unter Druck. Die als Corona-Profiteure geltenden „Stay-at-Home“-Aktien und Pharma-Titel stellten im DAX die einzigen Indexgewinner. Zalando, HelloFresh, Sartorius, Qiagen, Delivery Hero und Merck rückten zwischen 2,62 und 5,52 Prozent vor. Die stärksten Kurseinbrüche zeigten Airbus (-11,55%) und MTU Aero Engines (-11,33%).

An der Wall Street fand aufgrund von Thanksgiving lediglich ein verkürzter Handel statt. Der Dow Jones Industrial verlor 2,53 Prozent auf 34.899 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 2,09 Prozent abwärts auf 16.026 Zähler. Alle Sektorenindizes endeten im Minus. Am schwächsten tendierten Energiewerte (-4,02%), belastet von einbrechenden Ölpreisen, und Finanzwerte (-3,32%) aufgrund absackender Anleiherenditen. 83 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursrückgänge. Das Abwärtsvolumen lag bei 90 Prozent. 20 neuen 52-Wochen-Hochs standen 202 Tiefs gegenüber. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries brach um 16 Basispunkte auf 1,48 Prozent ein. Rohöl der US-Sorte WTI verbilligte sich um 13,06 Prozent auf 68,15 USD.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer, konnten sich jedoch von den Tagestiefs absetzen. Die Ölpreise zeigten eine kräftige Erholung vom Absturz am Freitag. Stützend wirkte die Aussage von südafrikanischen Gesundheitsexperten, dass sich bei den bisher untersuchten Fällen der Omikron-Variante die Symptome bislang mild darstellten. Die japanische Regierung kündigte derweil angesichts der Omikron-Variante einen ab morgen geltenden Einreisestopp für alle Ausländer an. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 0,80 Prozent tiefer bei 192,05 Punkten. Für den japanischen Nikkei 225 ging es um 1,25 Prozent abwärts. Der S&P Future notierte zuletzt 0,88 Prozent höher. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (15.384) ein Handelsstart im Plus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf den Index der Wirtschaftsstimmung in der Eurozone (Konsensschätzung: 117,5 nach zuvor 118,6) sowie auf die deutschen Verbraucherpreise (Konsensschätzung: +5,1% gg Vj nach +4,5% zuvor) im November. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von bet-at-home.com. Daneben stehen Knorr-Bremse und Cancom mit virtuellen Kapitalmarkttagen im Fokus.
 

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11:00

EU: Geschäftsklimaindex November

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DE: Knorr-Bremse, Capital Markets Day

14:00

DE: Verbraucherpreise November

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DE: Cancom, Capital Markets Day