Versorger unter Druck

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Der deutsche Aktienmarkt konnte am Dienstag zwischenzeitlich deutlichere Kursgewinne nicht über den Tag retten. Belastend wirkten eine höher als erwartete deutsche Verbraucherpreisinflation im August (8,8% nach zuvor 8,5%) sowie ein stärker als erwartet gefallener Wirtschaftsstimmungsindex für die Eurozone. Der DAX schloss 0,53 Prozent fester bei 12.961 Punkten. Der TecDAX verbesserte sich um 0,31 Prozent. Gegen den Trend notierte der MDAX der mittelgroßen Werte 0,30 Prozent schwächer. In den drei Indizes gab es 52 Gewinner und 46 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 73 Prozent. Stärkste Sektoren waren Technologie (+2,23%) und Banken (+1,73%). Am schwächsten tendierten Versorger (-1,57%). Die Branche litt unter der Sorge vor einer möglichen Übergewinnsteuer sowie unter Plänen der EU, die Stromverrechnung neu zu gestalten. RWE sackte als Schlusslicht im DAX um 2,82 Prozent ab. Im Rallymodus blieb derweil die Aktie der Porsche Holding, die sich mit einem Plus von 4,42 Prozent erneut an die Spitze des Leitindex katapultierte. Hier beflügelt derzeit die Fantasie hinsichtlich des geplanten IPOs der Sportwagenschmiede Porsche. Volkswagen legte um 2,31 Prozent zu.

An der Wall Street tendierten die Indizes den dritten Tag in Folge schwächer. Der Dow Jones Industrial büßte 0,96 Prozent auf 31.791 Punkte ein. Der technologielastige Nasdaq 100 fiel um 1,13 Prozent auf 12.343 Zähler. Beide Indizes markierten damit neue Mehrwochentiefs. 75 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Abschläge. Das Abwärtsvolumen betrug 81 Prozent. Es gab zwölf 52-Wochen-Hochs und 148 Tiefs. Der US-Dollar wertete gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen auf. EUR/USD kletterte jedoch bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,24 Prozent auf 1,0015 USD. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries gab um einen Basispunkt auf 3,11 Prozent nach. Die Rohstoffpreise standen auf sehr breiter Front unter Druck. Gold verbilligte sich an der Comex um 0,77 Prozent auf 1.736 USD. Rohöl der US-Sorte WTI brach um 5,54 Prozent auf 91,64 USD ein.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index handelte wenig verändert. Im Fokus standen die offiziellen August-Einkaufsmanagerindizes für China. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe kletterte von zuvor 49,0 auf 49,4 Punkte (Konsensschätzung: 49,2) und verblieb damit den zweiten Monat in Folge im kontraktiven Bereich. Der Servicesektor-PMI gab von zuvor 53,8 auf 52,6 Punkte nach. Die in Hongkong gelisteten Aktien des Autoherstellers BYD fielen um über 9 Prozent. Hier belastete die Meldung, dass die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway ihren Anteil an dem Unternehmen reduziert hat. Der S&P Future notierte zuletzt 0,64 Prozent fester. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (13.035) ein Handelsstart im Plus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die Verbraucherpreisdaten aus der Eurozone und den Chicagoer Einkaufsmanagerindex. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Sto.
 

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