Technische Erholung bei Delivery Hero

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Der deutsche Aktienmarkt wurde zum Wochenstart deutlich von der Ukraine-Krise belastet. Die drohende militärische Eskalation hatte bereits die Wall Street am Freitagabend unter Druck gesetzt. Mit diplomatischen Entspannungssignalen von Seiten der russischen Führung konnten sich die Indizes im weiteren Tagesverlauf von ihren Tiefs deutlich absetzen. Der DAX schloss 2,02 Prozent schwächer bei 15.114 Punkten. MDAX und TecDAX sahen Abschläge von 2,01 und 1,89 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es acht Gewinner und 90 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 95 Prozent. Alle Sektorenindizes endeten im negativen Terrain. Am deutlichsten abwärts ging es mit den zuletzt sehr gut gelaufenen Bankwerten (-3,38%). Delivery Hero sprang an der DAX-Spitze um 5,54 Prozent nach oben. Händler verwiesen zur Begründung für die technische Erholungsrally auf Short-Eindeckungen. Die Aktie notiert seit Jahresbeginn mit rund 56 Prozent im Minus. Daneben konnten im Leitindex lediglich noch Symrise (+0,75%) und FMC (+0,21%) positive Vorzeichen aufweisen. Am stärksten unter Druck standen nachrichtenlos Deutsche Bank (-3,49%), Munich Re (-3,37%) und BASF (-3,26%).

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial 0,50 Prozent tiefer bei 34.566 Punkten aus dem Handel. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es hingegen um 0,10 Prozent nach oben auf 14.269 Zähler. 69 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Abgaben. Das Abwärtsvolumen lag bei 76 Prozent. Es gab 24 neue 52-Wochen-Hochs und 486 Tiefs. Mit Blick auf die Sektoren-Performance zeigten lediglich zyklische Konsumwerte (+0,57%) und Kommunikationsdienstleister (+0,01%) moderate Aufschläge. Am schwächsten tendierte der Energiesektor (-2,36%) nach Gewinnmitnahmen. Seit Jahresbeginn konnte der Sektor um stattliche rund 24 Prozent zulegen. Ansonsten notiert in diesem Zeitraum lediglich noch der Finanzsektor (+1,56%) im Plus. Der US-Dollar war am Berichtstag gesucht. EUR/USD notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,32 Prozent tiefer bei 1,1303 USD. Die Rendite zehnjähriger Treasuries legte um sechs Basispunkte auf 1,98 Prozent zu. Deutlich aufwärts tendierten die Preise für Edelmetalle. Gold verteuerte sich an der Comex um 1,67 Prozent auf 1.873 USD. Rohöl der US-Sorte WTI zog um 1,93 Prozent auf 94,90 USD an.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der schwachen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 0,69 Prozent tiefer bei 186,30 Punkten. Der S&P Future notierte zuletzt 0,19 Prozent schwächer. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (15.070) ein Handelsstart im Minus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf den ZEW-Index der Konjunkturerwartungen sowie die Erzeugerpreisdaten aus den USA. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Glencore und Engie.
 

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