Ölpreise haussieren - Marktzinsen brechen ein

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Der deutsche Aktienmarkt stand am Dienstag unter massivem Verkaufsdruck. Belastend wirkten die sich aus der Ukraine-Krise ergebenden Unwägbarkeiten. Massiv ansteigende Energiepreise rückten Inflationssorgen weiter in den Vordergrund. Gleichzeitige Sorgen um eine Abkühlung der globalen Konjunktur beförderten Spekulationen um ein möglicherweise bevorstehendes Stagflationsszenario. Der DAX schloss 3,85 Prozent tiefer bei 13.905 Punkten. MDAX und TecDAX verbuchten Abschläge von 2,79 und 1,51 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 14 Gewinner und 86 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 86 Prozent. Alle Sektorenindizes wiesen rote Vorzeichen aus. Am stärksten abwärts tendierten Bankaktien (-8,05%) mit einbrechenden Marktzinsen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sackte um 20 Basispunkte auf minus 0,07 Prozent ab. Dies war der stärkste Tageseinbruch seit der Finanzmarktkrise und der fünftstärkste Einbruch aller Zeiten. Der Volatilitätsindex VDAX-New stieg um 4,87 auf 39,04 Punkte und schloss damit so hoch wie zuletzt im Oktober 2020.

An der Wall Street gab der Dow Jones Industrial um 1,76 Prozent auf 33.295 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 1,63 Prozent auf 14.006 Zähler nach. Lediglich der Energiesektor (+1,01%) konnte dank weiter haussierender Ölpreise zulegen. WTI-Öl verteuerte sich um 8,03 Prozent auf 103,41 USD, der höchste Stand seit Juli 2014 und der prozentual stärkste Tagesanstieg seit November 2020. Die Ankündigung der Freigabe von 60 Millionen Barrel an Ölreserven seitens der IEA konnte die Marktteilnehmer hinsichtlich ihrer Erwartung von Versorgungsengpässen nicht beruhigen, da diese Menge lediglich einem Tag globaler Nachfrage entspricht. Gold stieg an der Comex um 2,27 Prozent auf 1.944 USD. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries brach um elf Basispunkte auf 1,72 Prozent ein.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der schwachen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index handelte mit einem Abschlag von über 1 Prozent und beendete damit eine vier Tage andauernde Erholung. Der S&P Future notierte zuletzt 0,10 Prozent tiefer. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (13.814) ein Handelsstart im Minus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf die Verbraucherpreise aus der Eurozone. Daneben könnten sich Impulse von der Anhörung von Fed-Chairman Jerome Powell im Rahmen der halbjährlichen Berichterstattung zur Geldpolitik vor dem Repräsentantenhaus ergeben. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Sixt SE und Shop Apotheke. Bereits gestern Abend lieferte SMA Solar eine Gewinnwarnung für 2021. Die Aktie dürfte heute deutlich schwächer eröffnen.

 

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WTI-Öl Future 04/2022

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+5,3% gg Vj

14:15

US: ADP-Arbeitsmarktbericht Februar

+400.000

16:00

US: Anhörung v. Fed-Chef Powell

16:00

CA: Bank of Canada, Zinsentscheidung

16:30

US: Rohöllagerbestände (Woche)

20:00

US: Fed, Beige Book

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AT: Ministertreffen OPEC+

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IT: Telecom Italia, Ergebnis 4Q