Infineon hebt Prognose an

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Der deutsche Aktienmarkt stand zum Wochenauftakt unter massivem Abgabedruck. Der DAX schloss 2,15 Prozent tiefer bei 13.381 Punkten und verzeichnete damit ein 9-Wochen-Tief. MDAX und TecDAX büßten 3,30 beziehungsweise 3,32 Prozent ein. In den drei genannten Indizes gab es fünf Gewinner und 94 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 93 Prozent. Der Volatilitätsindex VDAX-NEW sprang um 2,95 Punkte auf ein 8-Wochen-Hoch bei 35,33 Zählern. Alle DAX-Sektoren endeten deutlich im negativen Terrain. Die rote Laterne hielt der Technologiesektor (-5,48%), gefolgt vom Einzelhandelssektor (-5,35%). Infineon gehörte mit einem Abschlag von 6,03 Prozent zu den schwächsten DAX-Werten. Dabei hatte das Unternehmen mit seinen vorgelegten Quartalszahlen die Markterwartungen übertroffen und zudem seine Jahresprognose sowie seine Margenprognose angehoben. Charttechnisch fiel das Papier aus einer mehrwöchigen Handelsspanne auf ein 18-Monats-Tief und hat ausgehend vom November-Hoch bereits rund 42 Prozent an Wert verloren. Delivery Hero brach als Schlusslicht im Leitindex nach einem negativen Analystenkommentar um 13,26 Prozent ein. E.ON (+0,97%) und Henkel (+0,07%) waren die einzigen beiden DAX-Gewinner.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial 1,99 Prozent schwächer bei 32.246 Punkten aus dem Handel und unterschritt damit das bisherige Jahrestief vom Februar. Der technologielastige Nasdaq 100 sackte um 3,99 Prozent auf ein 18-Monats-Tief bei 12.188 Zählern ab. Vom im vergangenen November markierten Rekordhoch aus betrachtet, hat der Auswahlindex bereits rund 27 Prozent verloren. 86 Prozent der Werte an der NYSE schlossen am Berichtstag im Minus. Das Abwärtsvolumen betrug 94 Prozent. Es gab zwölf neue 52-Wochen-Hochs und 1.063 Tiefs. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sackte nach zwischenzeitlicher Markierung eines neuen Mehrjahreshochs um sieben Basispunkte auf 3,05 Prozent ab. Rohöl der US-Sorte WTI verbilligte sich um 6,64 Prozent auf 102,48 USD. Händler verwiesen zur Begründung auf gestiegene Nachfragesorgen angesichts der Covid-19-Lockdowns in China. Gold gab an der Comex um 1,65 Prozent auf 1.852 USD nach. Der Bitcoin brach um 13,52 Prozent auf 31.204 USD ein.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der schwachen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 1,22 Prozent tiefer bei 159,25 Punkten. Gegen den Trend zeigte sich der chinesische CSI 300 fest. Der S&P Future notierte zuletzt 0,67 Prozent höher. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (13.495) ein Handelsstart im Plus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf den ZEW-Index der Konjunkturerwartungen und auf den OECD-Frühindikator. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Munich Re, Bayer und Porsche Automobil Holding.
 

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DE: ZEW-Index Konjunkturerwartungen Mai

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DE: PWO, Online-HV

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