Bayer im Fokus

Diese Analyse wurde am um Uhr erstellt.

Der deutsche Aktienmarkt konnte am Dienstag trotz eines wider Erwarten abgeschwächten ZEW-Index der Konjunkturerwartungen Zugewinne verbuchen. Der DAX kletterte um 0,80 Prozent auf 24.998 Punkte. MDAX und TecDAX rückten um 0,25 respektive 0,74 Prozent vor. In den drei genannten Indizes gab es 60 Gewinner und 38 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 77 Prozent. Der Volatilitätsindex VDAX sank um 0,53 Punkte auf 19,17 Zähler. Die stärksten Sektoren waren Technologie (+2,93 %) und Pharma & HealthCare (+2,87 %). Im Minus landeten lediglich die Sektoren Industrie (-0,40 %) und Chemie (-0,28 %). Bayer haussierte mit einem Plus von 7,35 Prozent an die DAX-Spitze. Das Papier erreichte damit ein 3-Jahres-Hoch. Kurstreibend wirkte die Meldung, dass die Tochter Monsanto in den USA einen Sammelvergleich zur Beilegung der jahrelangen Rechtsstreitigkeiten um „Roundup“ mit dem Wirkstoff Glyphosat geschlossen hat. Qiagen belegte mit einem Minus von 3,62 Prozent das untere Ende der Performanceliste mit schwindenden Übernahmefantasien.

An der Wall Street endete der Dow 0,07 Prozent fester bei 49.533 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,13 Prozent auf 24.702 Zähler. An der NYSE gab es 1.436 Kursgewinner und 1.309 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog indes mit 57 Prozent. 188 neuen 52-Wochen-Hochs standen 64 Tiefs gegenüber. EUR/USD notierte gegen Ende des New Yorker Handels kaum verändert bei 1,1849 USD. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries kletterte nach zwischenzeitlicher Markierung eines Mehrwochentiefs um einen Basispunkt auf 4,06 Prozent. Gold verbilligte sich an der Comex um 2,86 Prozent auf 4.902 USD. Für Silber ging es 5,87 Prozent abwärts auf 73,39 USD. Der Preis für WTI-Öl sank um 0,99 Prozent auf 62,27 USD.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 0,55 Prozent fester bei 253,80 Punkten. Der Nikkei 225 in Tokio zog um 1,01 Prozent an. Hier beflügelten starke Exportdaten für den Januar und eine verbesserte Stimmung im verarbeitenden Gewerbe im Februar. Der Neuseeland-Dollar stand unter Druck, nachdem die RBNZ den Leitzins unverändert bei 2,25 Prozent ließ und eine weiter lockere Geldpolitik zur Stützung des Wirtschaftsaufschwungs in Aussicht stellte. Die Börsen in China, Hongkong, Taiwan, Korea und Singapur blieben feiertagsbedingt geschlossen. Der S&P Future notierte zuletzt mit einem Aufschlag von 0,20 Prozent. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (25.067) ein Handelsstart im Plus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die US-Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter, zu den Baubeginnen und Baugenehmigungen und zur Industrieproduktion. Am Abend könnten sich Impulse von der Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung ergeben. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Wienerberger, SAF-Holland, Glencore und Analog Devices. Bereits gestern nach US-Börsenschluss lieferte Palo Alto Networks (nachbörslich: -8,36 %) seine Quartalsbilanz ab. Das Cybersecurity-Unternehmen übertraf im dritten Geschäftsquartal die Markterwartungen, enttäuschte jedoch beim Ausblick.
 

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