thyssenkrupp gesucht

Diese Analyse wurde am um Uhr erstellt.

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Dienstag freundlich. Rückenwind lieferten die im Tagesverlauf gesunkenen Ölpreise sowie eine Entspannung an den europäischen Anleihemärkten. Der DAX verbesserte sich um 0,77 Prozent auf 25.449. MDAX und TecDAX stiegen um 0,38 respektive 0,71 Prozent. Die Marktbreite fiel klar positiv aus: Im HDAX standen 75 Gewinner lediglich 27 Verlierern gegenüber, das Aufwärtsvolumen dominierte mit 79 Prozent gegenüber einem Abwärtsvolumen von 21 Prozent. Der Volatilitätsindex VDAX sank um 1,14 auf 17,21. Der überraschend kräftige Einbruch der deutschen Industrieaufträge um 10,60 Prozent belastete kaum, da der Rückgang vor allem auf das Ausbleiben volatiler Großaufträge zurückzuführen war. In der Sektorenbetrachtung führten Software (+1,87 %), Technologie (+1,74 %) und Konsumwerte (+1,71 %) das Tableau an, während Telekommunikation (-1,56 %), Medien (-0,42 %) und Versorger (+0,28 %) die schwächsten Gruppen stellten. Continental (+2,81 %), Brenntag (+2,56 %) und Hochtief (+2,54 %) belegten ohne klar erkennbare unternehmensspezifische Nachrichten die ersten drei Plätze im DAX. Rheinmetall (-2,78 %) war trotz der Meldung über den Start der Serienproduktion von Satelliten schwächster DAX-Wert, gefolgt von Deutsche Telekom (-1,57 %) und MTU Aero Engines (-1,24 %). Abseits des Leitindex zogen thyssenkrupp (+1,06 %) an. Berichte über Interesse von Mitsubishi Electric und Fujitec am Europageschäft von TK Elevator nährten die Hoffnung, dass ein Verkauf dieses Bereichs wettbewerbsrechtliche Hürden für die geplante Übernahme des Aufzugbauers durch Kone ausräumen könnte. Thyssenkrupp ist weiterhin an TK Elevator beteiligt. Im SDAX schoss SGL Carbon nach Neunmonatszahlen und einer Anhebung der Jahresprognose um 10,40 Prozent nach oben.

An der Wall Street herrschte ebenfalls Kauflaune. Nachlassende Anleiherenditen und die zeitweise Entspannung am Ölmarkt rückten die bevorstehende US-Berichtssaison wieder stärker in den Vordergrund. Der Dow Jones Industrial zog um 0,49 Prozent auf 51.521 an. Der Nasdaq 100 markierte ein weiteres Rekordhoch und beendete den Handel 0,48 Prozent fester bei 31.224. Die Marktbreite an der NYSE bestätigte die freundliche Tendenz: 59 Prozent der Aktien legten zu und 39 Prozent gaben nach, während das Aufwärtsvolumen 65 Prozent und das Abwärtsvolumen 33 Prozent ausmachte. 49 neuen 52-Wochen-Hochs standen allerdings 133 neue Tiefs gegenüber. EUR/USD stieg gegen Ende des New Yorker Handels um 0,31 Prozent auf 1,1258 USD. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sank um zwei Basispunkte auf 5,29 Prozent. Gold verteuerte sich an der Comex um 0,93 Prozent auf 4.195,60 USD. Der Preis für WTI-Öl stieg um 0,36 Prozent auf 89,75 USD.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der schwachen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 0,74 Prozent tiefer bei 278,62 Punkten. Die indische Notenbank RBI hob ihren Leitzins Repo Rate um 25 Basispunkte an. Die Börsen in Festland-China blieben feiertagsbedingt geschlossen. Brent-Öl verteuerte sich um 1,00 Prozent auf 101,59 USD. Der S&P Future notierte zuletzt mit einem Aufschlag von 0,06 Prozent. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (25.280) ein Handelsstart im Minus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite zunächst auf die Daten zur deutschen Industrieproduktion. Am Abend könnten sich Impulse von der Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung ergeben. Unternehmensseitig sind die Kapitalmarkttage bei der Porsche AG sowie bei SFC Energy relevant. Nach US-Börsenschluss präsentiert Levi Strauss & Co seine Quartalszahlen. 

 

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